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|1.Schwarzlichttheater|1.Schwarzlichtgruppe|Schauspieler|Stolz|

Schwarzlichttheater

Theorie:

Das Schwarzlichttheater oder „Schwarze Theater“ stellt eine besondere Form des Darstellenden Spiels dar: Es wird in dunklem Raum auf einer schwarz ausgekleideten Bühne, die nur von Schwarzlichtlampen (UV-Licht) bestrahlt wird, gespielt. Die Schauspieler sind ganz mit schwarzer Kleidung verhüllt und werden vor dem schwarzen Hintergrund für das Publikum unsichtbar. Sie bewegen die Leuchtutensilien, meist zu Musik und ohne zu sprechen, und Gegenstände erscheinen, schweben, verwandeln sich und verschwinden wieder. Die Schauspieler können aber auch mittels weißer oder fluoreszierender Kleidungsstücke mit dem eigenen Körper Effekte hervorrufen und beispielsweise Hände auf der Bühne erscheinen lassen oder Gestalten auflösen. Das Schwarzlichttheater lebt von der optischen Täuschung, die das Publikum verblüfft und sie in eine illusionäre Welt versetzt.

Schwarzlichttheater bedeutet „Theater aus dem Versteck“. Hier wagen sich oft auch ängstliche Kinder auf die Bühne und können sich dort unbeobachtet entfalten. Das Wissen, dass sie als Akteure nicht wahrgenommen werden, verhilft ihnen zu mehr Sicherheit und Experimentierfreudigkeit. Auch das soziale Miteinander wird gestärkt: Die Schauspieler merken schnell, dass ein gelungener Auftritt nur in der eingespielten, auf einander bezogenen Gemeinschaft funktionieren kann. Um optische Effekte zu inszenieren braucht man viele unsichtbare Hände. Das Spiel im Schwarzen Theater erfordert exakte Absprachen, eine gute Kooperation und viel Disziplin in der gesamten Gruppe. Erscheint ein Gegenstand nicht zur richtigen Zeit, ist der Zauber dahin. Sind im Schwarzen Theater Stimmen zu hören, ist die Illusion zerstört. Den Darstellern wird eine hohe Konzentration abverlangt, ihre Rolle im Dunklen exakt zu spielen, bzw. auch manchmal schnell zu improvisieren um eine Szene zu retten. Die Leistungen des Einzelnen tritt hinter dem Eindruck, den nur eine rücksichtsvolle und sich zuarbeitende Gruppe bewerkstelligen kann, zurück.

Aus eigenen Erfahrungen können wir berichten, dass das Einüben kleiner Szenen im Schwarzlichttheater für die Lehrerinnen anstrengend und zeitraubend, aber auch lustvoll und faszinierend ist. Wenn eine Szene gelingen soll, braucht man passende Musik, eine exakte Choreographie und viele Proben. Von den Kindern werden Ausdauer, Geduld und Teamgeist gefordert.

Praxis

1.Schwarzlichttheater an der Diesterwegschule

Dank Spenden von Ministerien, dem Kulturamt der Stadt Wiesbaden und Privatpersonen sowie finanzieller Unterstützung durch den Förderverein der Diesterwegschule konnte in der Schule eine Schwarzlichtbühne geplant und realisiert werden. Der Aufbau der Bühne wurde von Eltern und anderen Helfern tatkräftig unterstützt. So konnten zum hundertjährigen Schulfest im Juni 2002 bereits mehrere Schwarzlichtvorstellungen präsentiert werden: 3 Schulklassen führten ihre Stücke einem großen Publikum vor und eine Lehrerinnengruppe trat im Rahmen des Festaktes auf. Im April 2003 zeigte eine Lerngruppe ihr Stück – eine Inszenierung des Gedichtes „Die Rechenstunde“ von Jacques Prévert - sogar bei den Schultheatertagen im Wiesbadener Staatstheater.

Im laufenden Schuljahr 2003/2004 werden an der Diesterwegschule zwei Schwarzlicht AGs angeboten.

Schwarzlichttheater bereitet allen Beteiligten viel Spaß. Aber: Es benötigt auch Unterstützung! Es werden nach wie vor Materialien und Werkzeuge (z.B. schwarze Pappen, schwarze Dispersionsfarbe, Neonfarbe, Pinsel, Quaste) sowie finanzielle Mittel gebraucht, damit die Arbeit auf der schwarzen Bühne weitergeführt werden kann. Ein großes Problem besteht nach wie vor in der zu geringen Verdunkelung des Feierraums, wo die Bühne aufgebaut ist. Da eine professionelle Verdunkelungsanlage für unser Budget leider unerschwinglich ist, haben Eltern unserer Schule den Raum in Eigenarbeit mühevoll abgedichtet. Doch nun leuchtet der Vorhangstoff, der zu viele helle Farbpartikel enthält. Die Schauspieler sind als Umrisse auf der Bühne erkennbar. Über Mithilfe und Spenden würden wir uns freuen!

2.Die erste Schwarzlichtgruppe unserer Schule

swl1.JPG (57571 Byte)Eine der Lerngruppen, die mit Ende des Schuljahres 2002/2003 die Diesterwegschule verlassen hat, wurde bereits anfangs der G1 an das Schwarze Theater herangeführt. Mit Hilfe einfacher  Übungen gewöhnten sich die Kinder spielerisch an die Dunkelheit auf der Bühne und lernten die ganz eigenen Regeln und Gesetze des Schwarzlichttheaters kennen.

swl2.jpg (153439 Byte)Im Rahmen einer Klassenfahrt hat die Gruppe an einem dreitägigen Schwarzlichtlehrgang teilgenommen. Bei vielen Gelegenheiten führten die Kinder Stücke für die Eltern auf.

Und nun kommen die Schauspieler persönlich zu Wort:

swl3.JPG (58112 Byte)Schon in der Eingangsstufe haben wir das Schwarzlichttheater kennen gelernt. Am Anfang der G1 berichteten unsere Lehrerinnen, dass wir von nun an richtig spielen.... Die Lehrerinnen haben uns an die Dunkelheit gewöhnt, indem sie uns schwarze Tücher übergezogen haben. Unser erstes Stück hieß „In der Halle des Bergkönigs“ nach der gleichnamigen Musik von E. Grieg. Danach spielten wir unser erstes großes Stück, die „Moldau“. Bei den Proben stolperten wir anfangs in der Dunkelheit über andere Kinder.

swl4.JPG (76115 Byte)Schwarzlicht hat einen tollen magischen Effekt. Alles ist schwarz, plötzlich taucht etwas auf und schon ist es wieder weg. Man könnte fast glauben, dass es schwebt. Die meisten Tipps und Tricks haben wir von Theaterleuten und einer Schwarzlichtklassenfahrt gelernt. Bei manchen Proben im Sommer war es unerträglich, aber der Erfolg, der folgen würde, hielt uns auf Trab.

swl5.JPG (52807 Byte)Fürs Schwarzlichttheater brauchen alle Kinder schwarze Kleidung, damit die Leute sie nicht sehen. Nur die Requisiten sieht man, die haben wir selbst gebastelt. In der Schule haben wir eine Schwarzlichtbühne, auf der wir spielen können. Diese Bühne haben die Eltern und Lehrerinnen gebaut.

 

swl6.JPG (77373 Byte)Das Schwarzlichttheater hat viel Spaß gemacht, weil wir immer wieder neue Sachen ausprobieren konnten. Wir haben in den ganzen Schuljahren viel gemeinsam erreicht, darauf sind wir stolz.

swl7.JPG (100137 Byte)Das Erlernen des Schwarzlichttheaters war harte Arbeit. Wir übten und übten bis uns das Stück gelang. Von nun an probten wir mindestens ein Mal pro Woche. Unser Stück „Die Rechenstunde“ nach einem Gedicht von Jacques Prévert haben wir zuerst auf dem hundertjährigen Geburtstag unserer Schule vorgespielt.

Am stolzesten sind wir auf unseren Auftritt am Staatstheater im April 2003.